September 18 2007
Browsergames - Komerziell oder doch lieber Hobby Projekte
Mittlerweile sind BrowserGames so beliebt wie nie zuvor und setzen sich sogar in den Medien wie Spiele Zeitschriften und Fernsehen durch. Dank der großen Firmen wie BigPoint und GameForge nimmt die Zahl der Browser Games Spieler stetig zu. Aber das ganze hat auch seine Schattenseiten.
Als vor vielen Jahren die ersten Browser Games am Firmament des Internets erschienen, war es eher noch eine “Privatgesellschaft”. Die Spielerzahlen waren relativ klein und kaum jemand kannte Browser Games, also Spiele welche man über einen Internet Browser spielte. Doch der Trend sollte sich bald ändern. Binnen weniger Jahre wuchs die Browser Games Anzahl sowie die Spielerzahlen rapide an und einige Marktführer kristalisierten sich heraus wie OGame und Travian . In den letzten Jahren entstanden zudem Firmen , die auf die Komerzialisierung von Browser Games aufbauten. So bildeten sich Firmen wie BigPoint und GameForge, welche Browser Spiele unter Vertrag nahmen und diese im Komerziellen Stil publizierten. Das Angebot wuchs und die Spielerzahlen ebenso und dann baute man auf ein neues Medium ,dem Fernsehen um noch mehr Interessenten zu erreichen.
Doch was ist angeblich so toll an diesen Browser MMOGs der großen Firmen? Als erstes muss man sagen, das die neuen Projekte fast alle mit Flash oder AJAX umgesetzt werden, was ihnen einen “Schönheits” Bonus gibt, da in dieser Umsetzung ein Spiel meist besser zum Spieler vordringt , wenn es durch Visuelle Effekte glänzen kann. Zudem ist man nie alleine, durch ständige Werbung sind die Komerziellen Browser MMOGs den Hobby Browser MMOGs meist im Vorteil, wenn es um Spielerzahlen und Support geht.
Doch diese Spiele haben auch ihre Schattenseiten. Ähnlich wie viele Client MMOGs haben Komerzielle Browser MMOGs meist kaum neue Innovationen oder Tiefe. Der Spieler soll es so einfach wie möglich haben, am besten ein System was innerhalb von 2 Stunden komplett zu erlernen ist und dann nur noch verfeinert werden soll. Und anscheinend hat dieses Prinzip sich bei den meisten Spielern auch durchgesetzt bislang.
Die kleineren Spieleschmieden sowie die Hobby Entwickler jedoch, gehen andere Wege. Diese versuchen meist durch Spieltiefe und neue Innovationen zu glänzen und opfern ihre Freizeit für diese Projekte. Oftmals auch in Programmierer Teams oder mit Freelancern werden dann in kleinster Feinarbeit neue Browser MMOGs veröffentlicht oder bestehende weit verbessert.
Die Komerzialisierung der Browser Games hat in letzter Zeit allerdings einen neuen Trend erlebt, den “Aus Alt wird Neu” Effekt. Man nehme einfach ein Browser MMOG, z.b. ein Science Fiction Weltraum Browser MMOG, baue die Grafiken raus, ändere paar Texte und setze das ganze mit Grafiken/Texten eines Fantasy Spiels wieder ein und fertig hat man ein neues Browser MMOG. Dies ist leider im Zuge der Komerzialisierung ein Prinzip der Firmen, um neue Spieler für neue Bereiche zu gewinnen und dabei möglichst wenig Aufwand und Kosten zu erzeugen. Allerdings werden ältere Spieler die schon länger spielen sich kaum für so ein Spiel entscheiden, denn ob nun 10 Raumschiffe oder 10 Reiter dort im Spiel sind , ist letztendlich fast egal.
Einige Entwickler von Browser MMOGs haben es sich zudem angewöhnt, Premium Accounts einzuführen. Nun muss man bedenken das Support , Werbung und Server nicht gerade billig sind und durch Premium Accounts die Kosten gesenkt werden bzw. bei einigen Spielen auch natürlich Gewinn damit gemacht wird. Allerdings gibt es 2 Arten von Premium Accounts, für die es noch keine bestimmte Bezeichnung gibt aber ich sie euch mal gerne vermitteln werde. Die eine Art von Premium Accounts sind die Komfort Accounts,diese ermöglichen es z.b. das man in einer Bauschleife anstatt 3 Gebäude 5 Gebäude in Auftrag geben kann , die andere Art der Premium Accounts, sollte man schon fast als Abzocker Accounts betiteln. Mittlerweile gibt es nämlich viele Spiele, wo man ohne einen Premium Account fast nichts aus dem Spiel machen kann. So muss man z.b. bei einem Science Fiction Browser MMOG, Munition und Ausrüstung für sein Raumschiff kaufen , natürlich mit echtem Geld, um überhaupt voran zukommen. Ein Spieler auf normalem Wege bräuchte wohl Wochen bis Monate um mit einem PA Spieler mithalten zu können. Dies sind teilweise fragliche Strategien der Komerziellen Browser MMOG Firmen.
Tja was gibt es abschließend zusagen? Nun ich rate jedem, sich über die Infoportale(siehe weiter unten) sich einen Überblick über die Vielfalt und den Funktionsumfang von Browser MMOGs zu erkundigen. Es gibt viele nicht komerzielle Browser MMOGs welche es mit den Komerziellen Spielen aufnehmen können bzw. welche sogar vom Umfang her deutlich besser und ausgereifter sind. Natürlich spielt der Visuelle Aspekt auch immer eine Rolle für eine Vielzahl von Spielern, trotzdem sollte man sich überlegen ob die Anschaffung eines Premium Accounts wirklich nötig ist um im Spiel weiter zukommen oder ob man es auch so zu etwas bringen kann.
Anbei noch ein paar Links zu den gängigsten Browser MMOG Portalen wo ihr eine Vielzahl von Spielen findet.
Mfg
Der Web Kritiker














Viele Firmen haben sich aber auch aus erfolgreichen Browserspielen entwickelt. Das Gameforge-Gründer-Spiel “Wogen des Schicksals” ist nach heutigem Maßstab immernoch Klasse. Travian ist ein großartiges Spiel. Die Umsätze von Scherbenwelten (komplett kostenpflichtig) sind auch nett. Der Weg beginnt meistens mit einem Hobbyprojekt. Bigpoint zähl ich mehr zu den Casual-Flash-Games als zu Browserspielen.
Ich finde sogar: Richtig gute Spiele haben es verdient, professionell betrieben zu werden. Nur über professionelles Marketing werden sie einem breiten Publikum zugänglich gemacht. Und professioneller Support&Vollzeiteinsatz der Admins sind immer eine Bereicherung für die Spielerschaft!
Muss meinem Vordermann zustimmen, besonders in dem was Bigpoint angeht, ich finde es einfach nicht inordnung das diese noch mit dem Werbeschild “Browsergames” rumlaufen, zwar kann man deren Spiele im Browser spielen, das hat aber nichts mehr mit Browsergames zutun.
Noch am Rande, es heißt nicht Rarnews.de sondern RawNews.de
Lieben lieben Grup
Kamilla
“gängigsten Browser MMOG Portalen” Dann haste aber GamesSphere.de vergessen, soviel zu deiner Szenekenntnis
Die Seite ist inzwischen mit GalaxyNews und GDynamite, DIE Anlaufstelle für Infos aus und für die Browsergameszene. Dort gibts zumindest auch mal kritische Beiträge^^
Ich habe persönlich nichts dagegen, für Sachen und Items in Browsergames zu bezahlen. Wenn man aber durch den Einsatz von Euro relevante Vorteile im Spiel erkaufen kann, ist der Spass vorbei. Es sollten nur Statistik und vieleicht Zeitvorteile käuflich sein. Natürlich für jedes Browsergame individuell abgestimmt.
beste Grüsse
Achja, sorry hatte ich vergessen.
Antanis.de gibts nicht mehr.
Ersatzvorschlag: www.browsergame-world.de
beste Grüsse
Jürgen